Rezession - und das richtige Kraut dagegen ?!

Stellen Sie sich vor, es ist Rezession und Sie machen nicht mit!

Die Wirtschaftswoche meldete Anfang November: „Mit Europa geht es abwärts... Deutschland schlittert der Rezession entgegen...“
Wieder einmal stelle ich fest, dass sich die Medien gegenseitig übertreffen in Negativmeldungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Wir müssen aufpassen, dass wir uns alle nicht in eine „self-fulfilling prophecy“ hineinziehen lassen.

Es gibt auch Mittel gegen Rezessionen

Es ist durchaus richtig, frühe Indikatoren wirtschaftlicher Veränderungen wahrzunehmen und seine Strategien zu überprüfen. Das ist die Verantwortung jedes Unternehmers.

Allerdings ist der Stil unserer Deutschen Kommunikation und manche unternehmerische wie persönliche Reaktion darauf ein klares Beispiel für Abtauchen „unter der Linie“. So nennen es die Autoren Roger Connors und Tom Smith in ihrem New York Times Bestseller „The Oz Principle“. (www.ozprinciple.com) Dieses Buch ist seit über 10 Jahren Spitzenreiter in der amerikanischen Businessliteratur. Nicht ohne Grund.
 
Es beschreibt in einer beeindruckenden Weise, wie mit einfachen Methoden Menschen in Unternehmen von sich aus aktiv Verantwortung übernehmen für die wirklich wichtigen Dinge in ihrer Firma. Die Autoren prägten damit den Begriff „Accountability“ und beschreiben, wie es möglich ist eine Kultur der praktizierten Verantwortung in Unternehmen zu schaffen, zu verankern und Manager dazu zu befähigen in diesem Sinne ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu führen.
 
Das klingt nach einem Traum. Ist es aber nicht. Das Unternehmen Partners in Leadership, das von Roger Connors und Tom Smith vor über 25 Jahren in USA gegründet wurde ist heute eines der erfolgreichsten Beratungs- und Trainingsunternehmen der USA mit über 1 Millionen Programmteilnehmern weltweit. Ca. 150 der Fortune 500 Unternehmen in USA sind ihre Kunden, ebenso die 13 größten Pharmakonzerne weltweit sowie tausende kleinerer Unternehmen.
 
Neben dem o.g. Buch haben sie noch zweit weitere Bestseller geschrieben. „How did that happen?“ und „Change the Culture, Change the Game“. Letzteres hatte ich zuerst in die Hände bekommen und war schlicht begeistert über das brillante Modell und die Instrumente, die es in Unternehmen möglich machen, eine Kultur der praktizierten Verantwortung zu schaffen. Die direkte Folge ist eine Steigerung der Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter, Senkung der Krankenstände und meist eine exorbitante Steigerung der Effizienz. Ziele werden sicherer erreicht und Unternehmen entwickeln sich besser als Ihre Wettbewerber oder der Markt. Die Rate der Burnout-Fälle im Management sinkt, denn die Mitarbeiter übernehmen selbst mehr Verantwortung für die Ergebnisse über ihre reine Job-Beschreibung hinaus. Das ewige zermürbende "drücken von oben" wird ersetzt durch ein gemeinsames "ziehen an einem Strang".
 
Erstaunlich, dass davon bisher so wenig in Deutschland angekommen ist. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Bücher bisher nicht in Deutsch erhältlich sind. Das wird sich aber bald ändern und ich bin überzeugt, dass es hierzulande schnell auch die Bestsellerlisten anführen wird. Erste erfolgreiche Projekte hierzulande zeigen sehr deutlich, dass dieser Ansatz auch und gerade in Deutschland funktioniert.
 
Ich unterhalte mich fast täglich mit mittelständischen Unternehmern über ihre Herausforderungen in der Unternehmensführung. Nahezu jeder bestätigt mir, dass „Accountability“ eine Kernherausforderung ist. Steigender Wettbewerbsdruck, gesellschaftlicher Wandel, Werteverschiebungen und gerade die Deutsche Eigenart negative Dinge in den Vordergrund zu stellen tragen dazu bei, dass eben diese Kultur immer schwieriger zu schaffen, geschweige denn zu halten ist.

Zurück zum Einstiegsthema, die Rezession 

Ein zentrales Modell im Buch beschreibt, was „Accountability“ ist und was es nicht ist und zeigt dies einfach und verständlich mit einer Linie. Unter der Linie ist das „Blame-Game“ zu finden. Verhaltensweisen, die wir alle von Kind auf kennen wie Schuldzuweisung, Verwirrung, Abwarten und Ähnliches. Hier beschäftigen wir uns mit den Dingen (wie z.B. Marktentwicklungen), die wir nicht kontrollieren können und die uns davon abhalten definierte Ergebnisse zu erzielen. Viele Mitarbeiter, besonders auch Manager neigen dazu, z.B. die Rezession als Pauschalausrede zu verwenden, wenn sie nicht die Ergebnisse erzielen, die sie erzielen sollten. Besonders im Vertrieb gerne praktiziert, wie wir immer wieder beobachten.
 
Über der Linie beschreibt das Modell die Stufen der praktizierten Verantwortung und vermittelt 16 gut funktionierende Best-practice Methoden, die uns befähigen, wichtige Ergebnisse zu erzielen. Hier beschäftigen wir uns mit den Dingen, die wir selbst beeinflussen können. Methoden und Verhaltensweisen, die man trainieren kann.
 
Unter die Linie zu gehen ist nicht falsch, aber dort zu bleiben ist ineffizient. Genau dazu aber verleiten die Medien mit ihrer Berichterstattung über Wirtschaft und Politik und reißen viele ständig mit unter die Linie. „Accountability“ beschreibt die Fähigkeit und Verantwortung jedes Menschen selbst "über die Linie" zu gehen und die Trainings-Programme von Partners in Leadership (TRACKS genannt) geben Methoden an die Hand, die ermöglichen trotz schwieriger Umstände Spitzenleistungen zu bringen. Ich habe es selbst mehrfach erlebt.
 
Stellen Sie sich vor, es gelingt, dass z.B. 60% Ihrer Mitarbeiter pro Tag nur 30 Min. mehr im Sinne der wichtigsten Unternehmensergebnisse über die Linie kommen. Das setzt bei einem durchschnittlichen Mittelständler mit 1000 Mitarbeitern ganze 300 Stunden pro Tag höchste Effizienz frei.
 
Ein gutes Mittel gegen Rezessionen..
Genau das brauchen wir!
 
Wenn Sie konkretes Interesse daran haben, Ihr Unternehmen fit für harte Zeiten zu machen indem Sie eine Kultur der „Accountability“ fördern, kann ich Sie darüber informieren, wie Sie in Deutschland die Programme von Partners in Leadership kennen lernen können. Ich freue ich mich auf Ihre Rückmeldung.
 
Andreas Geh

Zurück